Die Höckerlinie bei Otzenhausen war Teil des im Dritten Reich angelegten Westwalls, des militärischen Verteidigungssystems entlang der Westgrenze des Deutschen Reichs. Noch heute zeugen massive Panzersperren davon. Entlang dieser „Höcker“ verläuft der Erinnerungspfad Höckerlinie mit fünf dreisprachigen Informationstafeln fünf Stationen mit Kunstwerken, die dem Motto des Erinnerungspfads, „Erinnern für die Zukunft“, verpflichtet sind.
Bestandteil des Erinnerungspfads ist auch ein pädagogisches Programm, das jüngst Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Freisen nutzten. Entlang der Höckerlinie erfuhren sie den Hintergrund dieser militärischen Anlage, die Teil des nationalsozialistischen Propagandaapparates – und die nun überwuchert steht, bedeckt von Moos, umgeben von Bäumen und Gräsern. Und doch bleibt sie ein Mahnmal, das erinnern soll an die Gräueltaten der Nationalsozialisten, an Krieg und Not. Erinnern in die Zukunft – so ist es die Aufgabe jeder Generation, sich für ein friedliches Miteinander einzusetzen, für Völkerverständigung, Toleranz und Frieden. Ihre Gedanken und Eindrücke zu diesem Geschichtsort und ihre Wünsche für die Zukunft malten die Teilnehmenden und verinnerlichten so das Motto des Ortes: Erinnern in die Zukunft. Die Zeichnungen werden am Erinnerungspfad ausgestellt.
Die Veranstaltung war ein Teil der Workshop-Reihe „Demokratiebildung: gemeinsam erinnern und gestalten“ des Bildungs-Netzwerks Sankt Wendeler Land und der Partnerschaft für Demokratie Landkreis Sankt Wendel.
Weitere Informationen zum Erinnerungspfad Höckerlinie: https://www.nonnweiler.de/tourismus/sehenswertes/erinnerungspfad-hoeckerlinie-otzenhausen/





